Fallberichten Biopunktur

 

 

Fallbericht

 

Eine Basketballspielerin (25 Jahre alt) hatte seit etwa drei Tagen Schmerzen in der rechten Knöchelregion. Die Beschwerden waren nach einer Verletzung bei einem Wettkampf mit ihrer Basketballmannschaft aufgetreten. Die Patientin hatte Schmerzen beim Gehen, der Knöchel war insbesondere auf der Außenseite geschwollen. Lokale Eisauflagen sowie physiotherapeutische Maßnahmen brachten nur vorübergehende Linderung. Sonographisch zeigte sich eine Schwellung und Außenbandverletzung.

Ich schlug ihr vor, die Heilung durch lokale subkutane Injektionen zu stimulieren. Dafür verwendete ich eine Mischung aus Traumeel (2 ml), Lymphomyosot (1 ml) und Lidocain 0,5% (3 ml). An vier verschiedenen Punkten wurden bei jeder Sitzung subkutane Injektionen gesetzt. Dabei wurden an jedem Punkt etwa 1,5 ml injiziert. Nach zwei Sitzungen waren die Beschwerden um etwa 80% zurückgegangen. Sie erhielt zusätzlich Traumeel Salbe und Tabletten und konnte ohne Beschwerden weiter Basketball spielen.

 

Fallbericht

 

Ein Zahnarzt (42 Jahre alt) hatte seit etwa zwei Monaten Schmerzen im rechten Ellenbogen und Arm, die nach einem Wettkampf-Match in seinem Squash-Club aufgetreten waren. Schmerzmittel und NSAR halfen nicht dagegen. Es wurde ein Tennisellenbogen diagnostiziert und er erhielt von seinem Hausarzt eine Corticoid-Injektion. Nachdem diese auch nichts brachte, kam er in meine Sprechstunde.

Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich eine deutliche Berührungsempfindlichkeit, insbesondere am Epicondylus lateralis. Ich durfte kaum meinen Daumen in diesem Bereich auf die Haut auflegen. Wenn ich direkt in diesen Punkt eine Traumeel-Injektion gesetzt hätte, hätte der Körper sicherlich mit einer extremen Verstärkung der Symptome reagiert, die der Patient nicht toleriert hätte. Bei einer so erheblichen Entzündung ist es sicherer, mit subkutanen Injektionen zu beginnen und nicht gleich in das Zielgewebe (um die Sehnenansatzstellen am Knochen) zu injizieren. Außerdem sollte in diesem Fall Lymphomyosot statt Traumeel verwendet werden.

Ich begann die Behandlung mit subkutanen Lymphomyosot-Injektionen im Schmerzgebiet (Phase 1) und setzte vier Injektionen in diesen Bereich. Nach zwei Sitzungen mit Lymphomyosot-Injektionen hatten sich die Beschwerden um etwa 50% gebessert. Daraufhin ging ich zu lokalen subkutanen Injektionen mit Traumeel über (Phase 2). Wieder erhielt der Patient vier Injektionen in das betroffene Gebiet. Zwei weitere Sitzungen mit Traumeel-Injektionen führten zu vollständiger Schmerz- und Beschwerdefreiheit. Ich verordnete ihm zusätzlich Traumeel Tabletten sowie Traumeel Salbe.

 

Fallbericht

 

Ein Mädchen (13) hatte seit mehreren Monaten Schmerzen im rechten Knie. Sie und ihre Schwester waren begeisterte Tennisspielerinnen, und das Mädchen hatte nun Sorge, dass sie wegen ihrer Kniebeschwerden vielleicht nicht mehr Tennis spielen könne. Die Röntgenuntersuchung zeigte Veränderungen im Sinne eines Morbus Osgood-Schlatter. Ich erklärte dem Vater des Mädchens, dass dies eine sehr häufige Ursache für Kniebeschwerden bei sportlich aktiven Kindern und Jugendlichen sei und dass es dabei zu Entzündungen, Schmerzen und Schwellung an einem Knochenvorsprung unterhalb des Kniegelenks (der Tuberositas tibiae bzw. des Tuberculum tibiale) komme.

Da ich dem Mädchen nicht gleich periostale Injektionen verabreichen wollte, begann ich mit subkutanen Lymphomyosot-Injektionen im Schmerzbereich und verwendete dafür eine 30G-Kanüle (1/2”). Ich erklärte dem Vater, dass ich zunächst die lokale Durchblutung stimulieren und abwarten wolle, ob die natürliche Heilung von innen durch Ausnutzung der lokalen Reflexbögen zwischen der Haut und den tiefen Strukturen in Gang kommt (Segmenttherapie). In einer späteren Phase würde ich seiner Tochter dann tiefere Injektionen, beispielsweise mit Traumeel, näher an den Knochen setzen. Aber nach zwei subkutanen Injektionen mit Lymphomyosot waren die Schmerzen auch ohne tiefere Injektionen schon viel schwächer geworden. Und nach sechs subkutanen Lymphomyosot-Injektionen im Wochenabstand war das Ergebnis so gut, dass ich in die Läsion selbst gar nicht mehr injizieren musste. Ich traf den Vater im weiteren Verlauf des Jahres noch einige Male und er bestätigte mir, dass seine Tochter wieder ohne jegliche Schmerzen oder Beschwerden im Knie Tennis spielen konnte.

 

Fallbericht

 

Ein 21-jähriger Radrennfahrer klagte über seit zwei Jahren anfallsweise auftretende Spannungskopfschmerzen, die erstmals zwei Tage nach einem Sturz bei einem Radrennen aufgetreten waren. Der Schmerz entwickelte sich stets in den frühen Morgenstunden und begann im Nacken. Laborwerte sowie Röntgen- und MRT-Befunde des Nackenbereichs waren unauffällig. Die schulmedizinische Medikation (Schmerzmittel und NSAR) hatte keinerlei Besserung gebracht.

Da ich keinerlei Schmerzpunkte oder Triggerpunkte in den Muskeln und Bändern des Nackenbereichs ausmachen konnte, begann ich die Behandlung mit intramuskulären Injektionen in die Schmerzzone (MSZ-Injektionen), für die ich eine 27G-Kanüle (3/4“) verwendete. Ich verabreichte wöchentliche i.m. Injektionen einer Mischung aus Lymphomyosot (1 ml) und Lidocain 0,5% (4 ml) in die Trapeziusmuskulatur (Phase 1). Nach zwei Injektionen im Wochenabstand ging es dem Patienten um etwa 50% besser. Ich verabreichte ihm daraufhin in dieselben Muskeln wie zuvor i.m.-Injektionen mit Spascupreel (1 ml), gemischt mit Lidocain 0,5% (4 ml) (Phase 2). Er war anschließend zehn Monate lang vollständig beschwerdefrei. Ein Jahr später traten die Schmerzen erneut auf und er benötigte noch einmal zwei Sitzungen mit Spascupreel für eine vollständige und anhaltende Schmerzlinderung.

 

Fallbericht

 

Ein Profi-Fußballer (21 Jahre alt) kam in meine Sprechstunde wegen einer Sportverletzung, die er am Sonntag zuvor erlitten hatte: Er hatte seinen rechten Quadrizeps gezerrt und musste sofort das Spiel unterbrechen. Ich empfahl ihm, die Biopunkturbehandlung mit der sonst üblichen physiotherapeutischen Strategie des Physiotherapeuten in seinem Fußballverein zu kombinieren. Wie viele Sportler wunderte er sich, wie denn die Biopunktur die Heilung seiner Verletzungen beschleunigen könne. Ich erklärte ihm, dass meine Injektionen die natürlichen Heilungsvorgänge in seinem Körper unterstützen und die Injektion von Traumeel in die Läsion die lokale Durchblutung sowie die örtliche Entzündungsreaktion regulieren werde. Und ich sagte ihm, dass diese Injektionen sich als sehr wirksam bei derartigen Verletzungen erwiesen hätten.

Bei der klinischen Untersuchung fand ich im rechten Quadrizeps einen empfindlichen Bereich, der extrem druckschmerzhaft war. Insbesondere bei tiefer Palpation konnte man am Schmerzpunkt in einer Tiefe von etwa zwei bis drei Zentimetern eine verhärtete Struktur in der Muskulatur identifizieren.

Ich injizierte eine Mischung aus  einer Ampulle Traumeel (2 ml) und 2 ml Lidocain 1% direkt in den druckschmerzhaften Punkt. Zusätzlich verordnete ich ihm Traumeel Tropfen und Traumeel Salbe und bestellte ihn zwei Tage später wieder ein. Außerdem riet ich ihm, alle Tätigkeiten zu unterlassen, die zu einer weiteren Schädigung führen könnten. Nach der ersten Sitzung gab er an, dass sich seine Beschwerden innerhalb von 24 Stunden um etwa 50% gebessert hätten. Am Mittwoch erhielt er eine zweite Injektion mit derselben Zubereitung und nach vier Tagen ging es ihm um 75% besser. Ich wies ihn an, die Traumeel-Präparate eine weitere Woche lang anzuwenden und auch die Physiotherapie bis zur vollständigen und dauerhaften Heilung fortzusetzen. Anschließend sollte die sportliche Belastung schrittweise wieder aufgebaut werden ‑ in Zusammenarbeit mit dem Trainer und dem Mannschaftsarzt des Fußballclubs.

 

Fallbericht

 

Eine Patientin (30) hatte seit drei Monaten Schmerzen in der rechten Leistenbeuge, die sie beim Laufen (800-m-Strecke) störten. Da eine Behandlung mit Antiphlogistika nicht half, wollte sie die Biopunktur ausprobieren. Ich begann die Behandlung mit subkutanen Traumeel-Injektionen in die Schmerzzone (d.h. in die Leistenbeuge) in wöchentlichen Abständen. Da diese lokalen subkutanen Injektionen keinerlei Erfolg brachten, begann ich nach myofaszialen Triggerpunkten (MTP) zu suchen. In chronischen Fällen müssen wir immer daran denken, dass entfernte Triggerpunkte in der Regel eine Rolle spielen ‑ insbesondere wenn die lokalen Injektionen unwirksam sind. Dann suchen wir nach aktiven Triggerpunkten in gewisser Entfernung vom Schmerzort (in den meisten Fällen proximal von der Schmerzzone). Wenn wir sie finden und ruhigstellen können (z.B. Triggerpunkte in der Bauchmuskulatur oberhalb der Leiste), verschwinden die übertragenen Schmerzen, ohne dass man in die Schmerzzone selbst injiziert.

In diesem Fall lagen die Triggerpunkte allerdings distal von der Schmerzzone. Bei der klinischen Untersuchung stellten sich mehrere MTP im Adductor longus dar, die mit Traumeel injiziert wurden. Dabei wurden mit einer 27G-Kanüle (1½“) drei Injektionen in eine Tiefe von etwa 2‑3 cm verabreicht. Nach der ersten Injektionsbehandlung in die MTP besserten sich die Beschwerden um über 50% ‑ ohne dass in die Leiste injiziert wurde. Der Erfolg wurde innerhalb von 48 Stunden sichtbar und blieb nach drei wöchentlichen Sitzungen mit Injektionen in die Triggerpunkte dauerhaft bestehen.

 

Fallbericht

 

Ein 50-jähriger Radfahrer klagte über seit 4 Jahren bestehende Kreuzschmerzen. Ein Orthopäde hatte ihm Diclofenac Tabletten verordnet. Leider musste dieses Antiphlogistikum wieder abgesetzt werden, weil der Patient daraufhin ein Magengeschwür entwickelte.

Bei der Untersuchung des Rückens stellten sich längsverlaufende Stränge in der oberflächlichen Muskulatur beidseits der Brustwirbelsäule dar. Ich konnte in der Lumbalregion keinerlei MSP oder MTP finden und sagte dem Patienten daher, dass ich zuerst die festgestellten Muskelverhärtungen behandeln wolle, da diese die Biomechanik der Wirbelsäule stören könnten. Um tiefe Injektionen zu vermeiden, verwendete ich eine kurze Kanüle und den Zangengriff. Nachdem der Patient viermal in wöchentlichen Abständen Injektionen mit einer Mischung aus Spascupreel (1 ml) und Procain 1% (4 ml) in die Myogelosen (MG) der paravertebralen Muskulatur (im BWS-Bereich!) erhalten hatte, besserten sich seine Beschwerden um mehr als 50%. Er erhielt weitere vier Behandlungen im Zweiwochenabstand und wurde seine lumbalen Beschwerden vollständig los. Etwa ein Jahr später war er ohne irgendeine weitere Therapie immer noch schmerzfrei und konnte ohne Beschwerden radfahren.